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eMagazin Hausputz 4.0 Edition 2021/22 mit Special Saubere Luft

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Noch nie war die Auswahl an Staubsaugern so groß: Klassischer Schlittensauger mit Box oder Beutel, Nass-Sauger, Akku-Handstaubsauger oder Saugroboter? Saugen können sie alle. Und alle haben ihre Vorteile. Wobei: Akku-Handstaubsauger und Saugroboter sind längst Verbrauchers Liebling. Welcher Staubsauger letztlich gewählt wird, entscheidet der Einsatzzweck, die Größe des Zuhauses und die familiäre Situation. Machen Sie keine Kompromisse für ein sauberes Zuhause! Hausputz 4.0 zeigt Ihnen auf 92 Seiten, was Sie schon immer über den modernen Hausputz wissen wollten: Worauf muss ich beim Staubsaugerkauf achten? Wie finde ich meinen Lieblings-Haushaltshelden? Wie klappt es mit dem Partner beim Groß-Reinemachen? Warum Akku erstmals Kabel schlägt. Und, als Special, der Sonderteil „Saubere Luft“ über unser am meisten unterschätztes „Lebensmittel“.

86 HAUSPUTZ

86 HAUSPUTZ 4.0 / Saubere Luft 6 | Ionisierung a) Elektrische Felder im Lüftungsgerät sorgen dafür, dass vor allem Sauerstoffmoleküle zu negativ geladenen Ionen werden. Die elektrostatische Kraft dieser Ionen ist so groß, dass sie schwebende Partikel aus der Luft zu größeren Gebilden „verklumpen“, die dann durch die Schwerkraft zu Boden fallen und einfach aufgesaugt werden können. Der Haken: Dabei kann als Nebenprodukt schädliches Ozon entstehen. Daher wird diese Methode eher in geschlossenen Kammern in den Geräten genutzt: Die größeren Partikel können durch einfachere Filter aus der Luft herausgezogen werden. 6 | Mit Ionisationstechnologien kann auch ein Zwerg wie der LightAir Cellflow Mini 100 in bis zu 50 qm großen Räumen für saubere Luft sorgen. b) Ionisierte Atemluft kann einen positiven Effekt auf die Gesundheit und das Wohlbefinden wie auch Konzentration und Leistungsfähigkeit haben. Beispiele sind die Umgebungen von Wasserfällen oder Räume mit entsprechenden Wandbeschichtungen, die Ionen produzieren, speziell die negativen Sauerstoffionen. Ionengeneratoren sind nicht per se zu empfehlen, da die Wirkungen etwaiger Nebenprodukte nicht abschließend geklärt ist. 7 | Luftfeuchtigkeit Luft kann – abhängig von der Temperatur – unterschiedlich viel Wasser aufnehmen. Die Kennzahl dafür ist dann die relative Luftfeuchtigkeit – Werte, die sowohl für Bewohner als auch Inventar als gesund gelten, liegen zwischen 40 und 60 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit. „50 Prozent relative Luftfeuchtigkeit“ bedeutet also, dass die Luft die Hälfte des Wasserdampfs enthält, die sie bei der aktuellen Temperatur aufnehmen kann. Holzmöbel können dann nicht austrocknen, Wände neigen nicht zum Schimmelbefall, und der Mensch fühlt sich in diesem Klima am wohlsten. 7 | Die Luftentfeuchter MeacoDry 10L und MeacoDry 12L entfeuchten die Luft in Kellerräumen, Wohnungen, Wohnwagen, und das bei geringer Lautstärke und Betriebskosten. Für den Menschen sind die Grenzen allerdings nicht so hart gesteckt. Je nach Temperatur können auch Werte zwischen etwa 20 und fast 90 Prozent noch angenehm sein – bei höheren Temperaturen weniger, bei niedrigeren mehr. Allergiker und Asthmatiker werden sich ebenfalls über die höheren Prozentzahlen freuen, auch weil dann die Schadstoffe nicht so belastend sind. Dennoch sollte man darauf achten, dass die Werte möglichst immer im mittleren Feuchtebereich bleiben. 8 | Ozon Bei einigen Methoden zur Luftreinigung entsteht Ozon als Nebenprodukt. Vor allem in Verbindung mit Tabakrauch hat Ozon zu Recht einen schlechten Ruf, im Bereich des Atemsystems gesundheitliche Schäden und Reizungen hervorrufen zu können. Daher wird in den weitaus meisten Fällen dafür gesorgt, dass beispielsweise Aktivkohlefilter das Ozon aus ausgeblasener Luft heraushalten.

Saubere Luft / HAUSPUTZ 4.0 87 9 | Radon Dieses radioaktive Gas, das im Boden aus den Spurenelementen Uran und Radium entsteht, ist – je nach Studie – für 5-15 Prozent aller durch Lungenkrebs verursachten Todesfälle in Deutschland beteiligt. Radon steigt aus dem Boden auf und kann vor allem in älteren Häusern mit alten, durch Beschädigung und Materialität undichten Bodenplatten auch in die Wohnräume eindringen. Je nach Region ist dieser Effekt mehr oder weniger stark vorhanden. Abhilfe schaffen hier nur die dichte Ausführung von Neubauten, Abdichtung von Übergängen zwischen Keller und Wohnräumen und einmal mehr das regelmäßige Lüften von Wohnräumen, um die Radon-Konzentration gering zu halten. 10 | Raumgröße und Aufstellung Auch ein auf den ersten Blick gewöhnlich großer Raum, beispielsweise ein 25 Quadratmeter großes Wohnzimmer, braucht schon einen ordentlichen Durchsatz von Luft. Bei einer typischen Raumhöhe von 2,50 Metern ergibt sich ein Raumvolumen von 62,5 Kubikmetern. Soll diese Luft fünf- bis sechsmal pro Stunde umgewälzt werden, dann muss der Reiniger mindestens 320 m³/h leisten – besser mehr, denn auch die Ecken hinter Möbeln und in für die Luftströmung ungünstigen Ecken sollen ja erreicht werden, und ein Luftreiniger, der ständig auf der höchsten Stufe laufen muss, ist wegen der Dauerbeschallung dem Wohlbefinden ebenfalls nicht zuträglich. Dabei dürfen auch die Leistungen mehrerer Geräte addiert werden. 11 | UV-C 9 | Radon aus dem Boden ist fast überall in Deutschland nachweisbar. Wie sich das Risiko in einzelnen Wohnungen oder Räumen darstellt, ist leider nur durch unmittelbare Messungen nachweisen. Licht im Wellenlängenbereich von UV-C (100-280 nm) schädigt Zellen bzw. ihr Erbgut. Es wird daher schon lange zur Desinfektion eingesetzt. Auch im Bereich der Luftreinigung kann es gute Dienste leisten: Eine Studie der Heraeus Noblelight GmbH ergab, dass selbst bei einem Luftdurchsatz von 2.000 m³ pro Stunde 99,999 Prozent der Viren im Luftstrom inaktiviert werden könnten. Kritiker dieser Technologie führen an, dass die Verweildauer und die Intensität der Luft im UV-C-Bereich oft zu gering sein könnte. Außerdem werden Sorgen über die Sicherheit der Geräte angeführt, ob nicht doch irgendwie schädliches UV-C aus dem Gerät in den Raum gelangen und Personen gefährden könnte. 12 | VOC/TVOC Flüchtige organische Verbindungen, die Abkürzung stammt aus der englischen Bezeichnung Volatile Organic Compound, sind laut WHO organische Substanzen mit Siedepunkten zwischen 60 und 250 Grad. In Räumen entstammen sie aus Baumaterialien, Möbeln, Textilien, Druckern, Tabak, Klebstoffen, Putzmitteln und vielem anderem mehr und können Wohlbefinden und Gesundheit beeinträchtigen. 11 | Das Klimagerät De’Longhi PAC EX UV-Carelight reinigt während der Klimatisierung und Regulierung der Luftfeuchtigkeit zusätzlich mit einer UV-C-Lichtquelle die Raumluft. TVOC (Total Volatile Organic Compounds) beschreibt einen Summenwert in Milligramm pro Kubikmeter Luft. Ein TVOC unter 0,2 ist unbedenklich, über 25 sind Kopfschmerzen mehr oder weniger garantiert und andere Folgen nicht auszuschließen. Gegenmaßnahmen sind unter anderem Aktivkohlefilter und Plasma-Luftreiniger.