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Kaffee+ Winter 2020/21 Kaffeemagazin

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Auszeit! E-Magazin KAFFEE+ (Ausgabe Winter 2020/2021) zelebriert den Genuss Kaffee stimuliert, ist krisensicher und in Corona-Zeiten als kleine Auszeit vom Alltag gefragter denn je. Zum 6. Mal zelebriert KAFFEE+ - das beliebte E-Magazin von infoboard.de - den Kaffeegenuss in seiner schönsten Form. Auf 104 Seiten feiert KAFFEE+ zusammen mit allen Espresso-Liebhabern und Milchschaum-Schlürfern den Kult um die braune Bohne. Wie gewohnt randvoll mit den neusten Genussverstärkern vom Siebträger (wird immer beliebter) über den Kaffee-Vollautomaten (holt immer mehr Aroma aus der Bohne heraus) bis hin zur Filtermaschine (feiert ein stylisches Comeback). Dazu köstliche Kaffee- & Seelentröster-Rezepte für die kalte Jahreszeit, Interviews mit Genießern und Experten, stilvolle Accessoires und jede Menge Wissen & News rund um die braune Bohne. Gönnen Sie sich Ihre Lieblings-Kaffee-Spezialität als kleinen Urlaub zwischendurch, als bewusste Auszeit und Entschleunigung. An Ihrem Lieblingsplatz! Und tauchen Sie ein in die Welt von KAFFEE+ 2020/2021.

34 Kaee+ Michael

34 Kaee+ Michael Jazwicki ist das Kaee-Gesicht von Sage. Er erarbeitet Schulungskonzepte, baut Kontakte zu Third-Wave-Kaeeröstereien auf und präsentiert die australische Marke auf Messen und Trainings. Kühlschrank ist ein „no go“ oder? So ist das. Der Kaffee könnte den Geschmack anderer Lebensmittel aus dem Kühlschrank annehmen. Mein Tipp: Wer seinen Kaffee für längere Zeit lagern muss, kann diesen einfrieren. Wo kommt Deine Leidenschaft für den Kaffee her? sollte man auf ein Mahlwerk achten, das in der Lage ist, besonders fein zu mahlen. Und worauf sollte ich beim Kaffeekauf generell achten? Hier hat der Preis schon ganz entscheidend mit der Qualität zu tun, oder? Ein Kaffee sollte nicht zu günstig sein. Dies hat aber in erster Linie mit Nachhaltigkeit zu tun. Man bekommt im Supermarkt mittlerweile ein Kilo Kaffee für rund 8 Euro. In Deutschland haben wir eine Kaffeesteuer von 2,19 Euro pro Kilo, dazu kommt noch die Mehrwertsteuer, Kosten des Rösters, Kosten für Transport und rund zehn Zwischenhändler. Da kann man sich ausrechnen, was dann beim Kaffeebauern ankommt. Wenn Nachhaltigkeit keine Rolle spielt, kann man guten Kaffee schon ab 14 Euro erwerben. Qualitätskaffee kostet aber in der Regel ab 20 Euro aufwärts. Stichwort Lagerung, auch nach dem Kaffeekauf kann man mit dem Frischeprodukt Kaffee viele Fehler machen … Wichtig: Kaffee sollte luftdicht verschlossen, dunkel und trocken gelagert werden. Mir war nicht von vornherein bewusst, wie vielfältig Kaffee sein kann. Dies hat mich im Laufe der Jahre immer mehr fasziniert. Bis heute lerne immer noch spannende und interessente Dinge dazu. Welche Wirkung hat der Kaffee-Genuss auf Dich? Morgens, nach dem Aufstehen, ist Kaffee ein Muss, aber auch eher eine Gewohnheit. Im Laufe des Tages ist es Genuss. Mittags schon mal einen Cappucchino und zwischendurch probiere ich gerne neue, anspruchsvolle Kaffeesorten aus. Was ist Dein Lieblingskaffee? Das ist relativ einfach: Geischa von der Plantage Hacienda la Esmeralda aus Panama. Das ist ein sehr aromatisch-fruchtiger Kaffee. Ich schmecke Mango, Apfel und Zitrusfrüchte. Zugegeben, es ist ein sehr exklusiver, teurer Kaffee, den man nicht täglich genießt – aber der Genuss dieses Kaffees ist ein ganz besonderes Erlebnis. Was mache ich, wenn mir nur ein kleines Budget zur Verfügung steht? Lieber Porzellanfilter und in die Kaffee-Qualität investieren? Ja, ich würde noch eine Handmühle dazu empfehlen, weil frischgemahlen ein ganz wichtiger Punkt ist.

Kaee+ 35 Früher hat man sich über die Kaffeequalität keine Gedanken gemacht. Kaffee war vor allem ein Muntermacher und Pausen-Begleiter. Wie informiert sind die Verbraucher beim Thema Kaffee heute? Da sage ich nur Third-Wave-Coffee - ein globales Schlagwort für guten Kaffee. Dabei geht es nicht nur darum im Coffee-Store qualitativ hochwertigen und nachhaltigen Kaffee zu bekommen, sondern eben auch daheim in der Küche. Immer mehr Menschen, nicht nur Baristi, setzen sich mit dem Thema Kaffee auseinander und legen enorm viel Wert auf die Qualität. Wir bei Sage leben Third-Wave-Coffee. Arabica oder Robusta? Die Arabica-Bohne ist die wesentlich komplexere und nuancenreichere Bohne. Im Gegensatz zur Robusta-Bohne mit ihren 22 Chromosomen hat die Arabica-Bohne 44. Aufgrund des höheren Koffeingehaltes bringt eine Robusta auch wesentlich mehr Bitterstoffe mit sich. Durch den höheren Zucker- und Ölgehalt in der Arabica-Bohne, greifen wir Barista lieber zum Arabica. Ich persönlich freue mich immer, wenn ich einen 100%-tigen Robusta probiere. Wird der nicht unterschätzt? In der italienischen Kaffeekultur ist der Robusta sehr präsent und nicht wegzudenken. Da haben wir wieder die verschiedenen Geschmäcker: Während man in Australien eher fruchtigen Espresso bevorzugt, darf der Espresso in Italien ruhig etwas bitterer und nussiger schmecken. Deutschland ist ein Land der Milchschaumschlürfer. Puristen schören auf den Kaffee ohne Milch, um seine Aromen zu entdecken. Also mit Milch oder ohne? Für mich als Barista ist Milch ein wichtiger Bestandteil. Nicht nur um mit Latte Art ein tolles Muster in den Kaffee zaubern zu können, sondern weil Milch und Kaffee eine besondere Balance bilden. Milch kann bestimmte Aromen im Kaffee unterstreichen und gerade bei helleren Röstungen ergibt sich ein sehr harmonischer Gesamtgeschmack. Was ist bei Kaffee der ideale kulinarische Begleiter? Für mich persönlich ein Stück Käsekuchen. Den besten, den ich bis jetzt probiert habe, war bei „Five Elephant“ in Berlin. Übrigens gehört „Five Elephant“ mit zu den besten Spezialitäten-Kaffeeröstern der Welt. Also definitiv einen Besuch werrt. Welche Kaffee-Spezialitäten sind momentan „en vogue“? Dalgona-Kaffee, ein Kaffeetrend aus Südkorea. Das ist in etwa wie ein umgekehrter Cappuccino. Dabei wird nicht die Milch, sondern der Kaffee aufgeschäumt. Die Milch kommt zuerst in die Tasse. Übrigens auch ein Renner in der „Social Media“-Welt.